Individuelle Förderung

In erster Linie bringen wir den Kindern sehr viel Zuneigung entgegen, sind aber auch konsequent. Unsere Aufgabe ist es, die Kinder in verschiedenen Bereichen zu fördern. Kinder haben Bedürfnisse nach emotionaler Sicherheit, Zuwendung und Wertschätzung. Wir geben dem Kind Freiraum sich zu entfalten.

Dabei ist es besonders wichtig, dass sie lernen, Grenzen und Regeln einzuhalten, denn sie verleihen dem Kind Vertrauen und Sicherheit. Hat das Kind erst Vertrauen gewonnen und eine gute Bindung zu der Pflegeperson aufgebaut, dann setzt das Explorationsverhalten ein und es geht auf Entdeckungs­tour und beginnt zu forschen. Auch die Selbstständigkeit ist ein wichtiger Punkt für das Selbstbe­wusstsein. Deshalb beziehen wir die Kinder in die alltäglichen kleinen Aufgaben mit ein, zum Beispiel beim Tischdecken, Abräumen, den Tisch abwischen und Spülmaschine ein- und ausräumen.

Die Kinder nehmen aktiv an ihrer Um- und Mitwelt teil. Wir fördern nicht nur die Selbstständigkeit, sondern zudem auch den herzlichen Umgang miteinander. Sie sollen lernen, den Anderen zu akzep­tieren und zu respektieren. Diese Kompetenzen tragen dazu bei, dass das Kind selbstsicher seine Zukunft meistern kann. Deshalb ist es wichtig, dass die kleinen Kinder schon auf künftige Lebenssitu­ationen vorbereitet werden, indem wir ihnen die Teilhabe an Entscheidungsprozessen (Partizipation) ermöglichen. Ein Kind lernt schnell durch seine vielfältigen Fähigkeiten und für uns ist das der Aus­gangspunkt des pädagogischen Handelns in der professionellen Gestaltung kindlicher Lernprozesse.

Bewegung / Natur

In dem nahegelegenen Buchenwald balancieren und klettern die Kinder über Baumstämme. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, den sie dort ungestört ausleben können. Dabei werden auch die Muskulatur und Gelenke gestärkt und der Gleichgewichtssinn gefördert. Das Versteck-Spiel im Wald findet einen großen Anklang. Gleichzeitig werden sie mit der Natur vertraut gemacht, wo sie Pflanzen und Tiere beobachten und entdecken können.

Spielen und Gestalten

Durch Basteln, Malen und Puzzeln werden unter anderem die Feinmotorik sowie die visuelle Wahr­nehmung (z. B. Auge-Hand-Koordination) ausgebildet. Die Sinnesorgane werden angeregt durch An­wendung verschiedener Materialien wie zum Beispiel Kastanien, Federn, Watte, Steine, Wolle oder Schleifpapier. So können die Kinder lernen, was glatt, hart, weich und rau ist.

Das Spielen in der Gruppe ermöglicht den Kindern voneinander zu lernen. Durch Spielimpulse, die wir ihnen geben, lernen sie diese weiter fortzusetzen und weiterzuentwickeln. Beim gemeinsamen Spiel lernen sie auch den wichtigen Aspekt des Sozialverhaltens.  Die aufkommenden Konflikte unterei­nander lernen sie dabei weitestgehend selbstständig zu lösen. Das Spiel ist für das Kind eine Möglich­keit, sich mit anderen Kindern auseinanderzusetzen, ihnen näherzukommen, ihre Eigenheiten, Stär­ken und Schwächen zu entdecken und zu respektieren – und damit wird es zugleich sich selbst ver­trauter. Das Kind gewinnt an Selbstvertrauen. Spielen und Lernen gehören untrennbar zusammen.